Die Gastwirte gehören zu jenen Berufsgruppen, die es in der Coronazeit besonders hart trifft. Ebenso geht es den Gästen, die von ihren Wirten bestens versorgt wurden und sich dort auch wohl gefühlt haben. Wir alle wünschen uns und hoffen, dass der Besuch einer Gaststätte bald wieder möglich sein wird.

Nun geht es aber um eine andere Gast-Wirt-Beziehung, und zwar die zwischen Mensch (Makroorganismus) und Erreger (Mikroorganismus).

Ob eine Infektion ausbricht oder nicht, hängt von den krankmachenden Faktoren der Bakterien und Viren (sind unsere „Gäste“) und von den Abwehrmechanismen des Menschen (er ist „Wirt“) ab. Manche Erreger schädigen die menschlichen Zellen indem sie in die Zelle eindringen und diese zur Vermehrung zwingen. Die Zelle kann ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen. Andere Erreger bilden Giftstoffe, die z.B. Durchfälle auslösen, wenn sie auf die Darmschleimhaut wirken.

Viele der krankmachenden Faktoren solcher Erreger liegen in der Fähigkeit, die Abwehrmechanismen des Menschen zu umgehen. Nur wenn der Mensch empfänglich ist, kann es zu einer Infektion oder Infektionskrankheit kommen. Diese Empfänglichkeit ändert sich im Laufe des Lebens. Ursachen für eine verminderte Abwehrkraft sind neben dem Lebensalter auch psychischer Stress, übertriebene Angst, Diabetes und vieles mehr. Wichtig ist daher Immunität, eine gegen bestimmte Erreger gerichtete Widerstandsfähigkeit. Sie kann entstehen durch überstandene Infektion oder durch die Impfung. Gerade im Hinblick auf Corona können wir uns glücklich schätzen, dass uns die Impfung jedenfalls vor einem schweren Verlauf der Erkrankung bewahrt, und wir bei unseren Gastwirten wieder Einkehr halten können.


Elisabeth Neulinger

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr über Cookies und über den Schutz Ihrer Daten beim Besuch dieser Webseite erfahren Sie, wenn Sie auf "Datenschutzerklärung" klicken.