Gemeinschaft stärken, nachhaltige Mobilität fördern, leistbares Wohnen und Arbeitsplätze vor Ort – das sind die Grundprinzipien, nach denen in Wien mit der Seestadt Aspern ein neuer Stadtteil für über 20.000 Menschen entsteht. Die Entwicklungsgesellschaft MA 3420 hat den Auftrag, die 240 ha Grund auf dem ehemaligen Flughafengelände außerhalb Wiens zu entwickeln und zu verwerten.


Wien braucht Platz für den starken Zuwachs an Einwohnern. Der Stadtteil ensteht auf der grünen Wiese, rund um einen kleinen Grundwassersee. Die Seestadt soll auch ein Modell für eine solidarische Zukunft werden – ein neues rotes Wien eben. Noch sieht alles wie eine einzige Baustelle aus, etwa 7.500 Menschen haben ihr neues Heim bereits bezogen, bis 2028 soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

NACHHALTIGE MOBILITÄT

Nachhaltige Mobilität steht im Zentrum des innovativen Konzepts. Die U-Bahn war bereits fertig, als die ersten Bewohner einzogen. Nur 20 Prozent der Wege sollen mit dem Auto, aber 40 Prozent zu Fuß und 40 Prozent mit dem Fahrrad gemacht werden. Eine einzige „Autostraße“, ringförmig angelegt, führt durch den gesamten Stadtteil, alles andere sind verkehrsberuhigte Zonen. Man kann jedes Ziel in der Seestadt mit dem Fahrrad schneller erreichen als mit dem Auto. Dazu werden E-Bikes und Lastentrolleys kostenlos verliehen. Für das Auto hat man einen Garagenplatz im Radius von 250 m, im selben Radius ist jeweils eine Öffi-Haltestelle. Führerlose Busse fahren langsam und ständig durch den Stadtteil. Die Autogaragen sind bereits als Hybridgaragen konzipiert.

 

LEISTBAR UND GEMEINSCHAFTLICH WOHNEN

Zwei Drittel der Bebauungsflächen sind für den geförderten Wohnbau reserviert, ein Drittel kann frei finanziert gebaut werden. Damit sollen die Mietpreise acht bis zehn Euro nicht übersteigen. Damit das Preisniveau in einem fairen Rahmen bleibt, wird auch der Kompromiss mit der Architektur gesucht. Dabei haben Gemeinschaftswohnprojekte, Gemeinschaftseinrichtungen und Plätze zum Zusammenkommen einen großen Stellenwert. Ebenso die soziale Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen oder Mehrgenerationenwohnhäuser. Ein Stadtteilmanagement ist für die Förderung des sozialen Lebens zuständig. Auch ein Campus der Religionen ist im Entstehen.

 

PILOTFABRIK INDUSTRIE 4.0

Arbeit und Wohnen vor Ort ist das Ziel. Ein Mix aus traditionellen und hochinnovativen Arbeitsplätzen entsteht. So betreibt die Technische Universität in der Seestadt eine Pilotfabrik Industrie 4.0, in der Studierende und Unternehmen an Projekten arbeiten, die die Kommunikation zwischen Maschinen – dem Kern der industriellen Zukunft – immer mehr perfektionieren.

 

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