Die Zuwanderung der letzten Jahre, vor allem die Flüchtlingsbewegung, löste in Österreich und Europa gemischte Gefühle aus. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft, Besorgnis und Ängste sowie Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung. Politische Gruppierungen benutzen diese Unsicherheiten, um daraus politisches Kapital zu schlagen – eine gefährliche Entwicklung.

 

studientag 2

 

Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, bot der PVOÖ einen Studientag mit wissenschaftlichen Referaten, Erfahrungsberichten von Flüchtlingen und politischen Einschätzungen an, an dem mehr als hundert FunktionärInnen und Funktionäre teilnahmen.

 

2016 wurden dreimal so viele Menschen durch Naturkatastrophen zu Vertriebenen als durch Gewaltkonflikte. 80 Prozent davon suchen im eigenen Land wieder Lebensgrundlagen. Umweltzerstörung, Wüstenbildung, Dürren, Wasserknappheit und der ansteigende Meeresspiegel machen ganze Regionen unbewohnbar. Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, könnten bis 2050 200 Mio Menschen entwurzelt werden, im schlimmsten Fall bis zu einer Milliarde. Die Klimakrise muss daher viel entschiedener bekämpft werden. Die Menschen brauchen Frieden und Lebensgrundlagen vor Ort - das heißt gegen die Waffenlobby vorzugehen und die internationale Hilfe auszubauen - unsere Regierung redet zwar davon, aber sie tut das Gegenteil und hat soeben die Gelder für Auslandshilfe gekürzt!

 

Verschärft wird die Situation durch eine schwere Schieflage im Welthandel - während die Industrieländer ihre Überschüsse in Afrika zu günstigsten Preisen auf den Markt bringen, können die Einheimischen ihre Produkte nicht mehr verkaufen. So werden z.B. gefrorene Hühnerflügel oder Altkleider aus Europa und USA so billig auf den Markt gebracht, dass die einheimische Produktion völlig zusammenbricht. Internationale Konzerne wählen den jeweils für sie günstigsten Standort, ziehen die Gewinne ab, verschieben Steuern, schaffen Monokulturen und enteignen das Land der Bauern oft ohne Entschädigung. Die Ungleichheit wächst damit ins Uferlose, das reichste Prozent besitzt mittlerweile die Hälfte des weltweiten Reichtums.

 

Die Zuwanderung nach Österreich ist in erster Linie durch die von der Wirtschaft angeworbenen Arbeitskräfte erfolgt, Fluchtereignisse machen den geringeren Anteil aus. Selbst bei hoher Qualifikation sind Zuwanderer vorwiegend in schlecht bezahlten Arbeiten zu finden. AusländerInnen zahlen mehr als doppelt soviel in die Sozialversicherung ein als sie herausbekommen, auch mit Familienförderung und Mindestsicherung bleiben sie eindeutig „Nettozahler“.

 

Wir erwarten zu recht, dass sich zugewanderte Menschen an unsere Regeln halten, wir müssen ihnen aber auch die Chance geben, sich wirklich zu integrieren und nicht Deutschkurse und Arbeitsmarktangebote streichen, wie das die Regierung macht.


Menschen, die nicht das Recht bekommen bei uns zu bleiben, müssen das Land wieder verlassen aber dass man Flüchtlinge, die bereits zu Lehrlingen ausgebildet werden abschiebt und dafür ausländische Arbeitskräfte aus der Ukraine oder Weißrussland hereinholt, wie das jetzt geschieht, ist inakzeptabel.


Wir wollen einen realistischen, aber einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen und anderen Menschen die zugewandert sind!

 



 

studientag august gaechter

 

studientag judith vorbach

 

fotoalbum 64 FOTOS - Studientag

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