Nach 550 Tagen Pause war es am 17. September 2021 wieder so weit. Die Busse für den ersten Turnus der Kroatien-Reise setzten sich in Bewegung. An Bord viele fröhliche PVÖ-Mitglieder und das bewährte SeniorenReisen-Motto: Stimmung, Service, Sicherheit.

Aber nicht nur die Urlauber waren froh, endlich wieder auf Reisen gehen zu können. Auch allen MitarbeiterInnen von SeniorenReisen konnte man die Freude darüber, dass es nach langer Zeit der andauernden notwendigen Verschiebungen wieder losgehen konnte, von den Gesichtern ablesen. Ganz besonders erfreut zeigte sich auch PVÖ- und SeniorenReisen-Geschäftsführerin Mag. Gerlinde Zehetner, mit der wir zum Neustart ein ausführliches Gespräch führten.

UG: Wie aufgeregt sind Sie zum Beginn dieser ersten Turnusse?
Gerlinde Zehetner: Null. Denn so lange und bis ins kleinste Detail genau vorbereitet war noch keine Reise. Und das will bei unserem bekannt hohen Standard etwas heißen (lacht). Ganz im Ernst: Corona hat ganz neue Maßstäbe gesetzt, hat die Anforderungen an die Planung wesentlich erhöht. Senioren sind die durch Corona am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe.

Brauchte es für diese Reise spezielle Maßnahmen?
Ja und nein. Ich fange mit dem „Nein“ an. Im Zuge unserer Vorbereitungen hat sich gezeigt, dass unglaubliche 99,8 % unserer Gäste voll immunisiert – fast alle zweimal geimpft – sind. Das ist unglaublich wichtig, weil dadurch keine groß angelegte Test-Infrastruktur an den Urlaubsorten aufgebaut werden muss. Darüber bin ich sehr glücklich und ich danke auch unseren Reisenden von ganzem Herzen, dass sie so umsichtig und vernünftig sind und sich impfen ließen. Aber – und jetzt kommt das „Ja“ in meiner Antwort: „Die Geimpften sind noch nicht aus dem Schneider“, sagte bei der PVÖ-Sozialkonferenz Dr. Katharina Reich, die oberste Gesundheitsbeamtin Österreichs. Noch wissen wir zu wenig darüber, wie sehr und wie lange der bestehende Impfschutz wirkt. Und deshalb tun wir natürlich weiterhin alles dafür, dass unsere Gäste so sicher wie nur irgend möglich unterwegs sind. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei allen Partnern in Kroatien bedanken, die uns dabei besonders intensiv unterstützt haben.

Die nächsten großen Reisen sind nach zweijähriger Pause die Frühjahrstreffen 2022 in Spanien und Griechenland. Werden dann die Vorsichtsmaßnahmen immer noch gelten?
Ich kann aus heutiger Sicht unmöglich voraussagen, wie sehr uns Corona im März und April nächsten Jahres beschäftigen wird. Aber ungeachtet dessen kann ich versichern, dass wir an bestimmten Maßnahmen festhalten werden. Wie gesagt: Corona hat neue Maßstäbe gesetzt. Die werden wir auf jeden Fall beibehalten, weil sie sich im Alltag bewährt haben. Die Hygienemaßnahmen werden Standard bei SeniorenReisen. Die beugen ja nicht nur Corona vor, sondern schützen auch vor anderen Krankheiten. Zum Beispiel vor der Grippe.

Die Termine der Turnusse stehen für beide Destinationen fest. Bei den Flugtagen gibt es noch Unschärfen. Warum?
Corona und die Folgen haben die Luftfahrtbranche total verändert. Eine langfristige Planung ist auch heute noch beinahe unmöglich. SeniorenReisen hat zum Beispiel noch kein Sonderreisen-Programm 2022 veröffentlichen können, weil es die Sommerflugpläne der meisten Fluggesellschaften einfach noch nicht gibt.

Für die Frühjahrstreffen werden aber keine Linienflugzeuge verwendet …
Stimmt – dadurch können wir gewährleisten, dass in den von uns gecharterten Maschinen ausschließlich SeniorenReisen-Gäste sitzen. Das erhöht die Stimmung, das Service und nicht zuletzt die Sicherheit – und das ist ja auch unser Motto. Aber auch das Charter-Geschäft ist massiven Änderungen unterworfen. Schon seit der Zeit vor Corona. Gäste des 2020 abgesagten Frühjahrstreffens werden sich erinnern: Erstmals war geplant, dass die Turnusse an den Wochenenden starten sollten und nicht wie davor über Jahrzehnte jeweils zur Wochenmitte. Und jetzt ist Realität: Es stehen einfach nicht mehr so viele Flugzeuge wie vor Corona zur Verfügung. Seit Monaten tüfteln wir mit verschiedenen internationalen Fluglinien an den Flugplänen. Es zeichnet sich zurzeit ab, dass wir für die Frühjahrstreffen 2022 drei Flugtage pro Turnus haben werden: Samstag, Sonntag und Montag für Kreta, Montag, Dienstag und Mittwoch für die Costa de la Luz.

Was bedeutet das für die Gäste? Gibt es dadurch auch Änderungen am Ausflugsprogramm?
Nein – das Angebot vor Ort ist davon nicht betroffen und bleibt unverändert: Jede und jeder wird sieben Nächte am Urlaubsort sein und das volle Ausflugsprogramm genießen können. Wer an einem Montag ankommt, fliegt natürlich an einem Montag wieder weg. Was es für die Gäste bedeutet, ist: Es werden überall weniger Menschen zur selben Zeit am selben Ort sein. An den Flughäfen und auch bei den Ausflügen. Und das ist ja nicht nur in Zeiten von Corona kein Nachteil.

Wird es – abgesehen von den Flugtagen – ein „Treffen wie früher“?
Wenn ich von unserem Motto „Stimmung, Service, Sicherheit“ ausgehe, dann muss ich nach den ersten Erfahrungen der aktuellen Reise nach Kroatien sagen: Nein. Weil die Stimmung ist nach so langer Zeit der Reise-Enthaltsamkeit so positiv, gelöst und fröhlich wie selten zuvor, unser Service ist aufgrund der akribischen Vorbereitung noch besser geworden und für die Sicherheit der Gäste wurde aus Sicht der Gesundheit noch nie so viel unternommen wie aktuell. Ich bin zuversichtlich, dass die Zufriedenheit der Reise-Rückkehrer noch größer sein wird als jemals zuvor.

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