Volkshaus Kleinmünchen, 7. 2. 2019 - Nur durch Wissen und offene Diskussion ist ein Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen möglich; sei es ein Miteinander von ÖsterreicherInnen mit Menschen mit Migrationshintergrund, mit Flüchtlingen oder mit religiös anders Denkenden.


Der Islam (Unterwerfung und Hingabe) ist die Religion von 1,8 Milliarden Menschen. Neben dem Christentum und dem Judentum ist der Islam die dritte große monotheistische (Eingottglaube) Religion. Gegenseitiger Respekt, Offenheit und Toleranz sind die Basis für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Kulturen.


Terroranschläge, basierend auf religiösem und politischem Extremismus, verbreiten Angst und Schrecken. Die einseitige und reisserische Berichterstattung über einzelne Gewalttaten trägt ihren Teil dazu bei. Dadurch geraten der Islam und die große Mehrheit seiner Anhänger in Verruf. Allen Muslimen wird als Folge Ablehnung entgegengebracht und die Religion als Bedrohung gesehen.


Die großen kulturellen Leistungen der Araber (Ursprung des Islam auf der arabischen Halbinsel) gehen dabei genauso unter wie die Tatsache, dass sich große Geister wie z. B. Herder, Goethe, Heine etc. intensiv mit dem Koran und der arabischen Kultur beschäftigten. Wer weiß schon, dass Wörter wie Algebra, Admiral, makaber, Alkohol, Giraffe, Matratze, Tarif, Zucker und auch unsere Zahlen aus dem Arabischen kommen?


Die Beschäftigung mit dem Islam, vor allem aber mit seinen jetzigen Auswüchsen, ist eine Voraussetzung für gelungene und gelingende Integration. Dies erfordert natürlich beidseitige Bereitschaft zur Begegnung und zum Austausch auf Augenhöhe.
Der Workshop Islam beschäftigte sich daher mit der aktuellen Entwicklung der Radikalisierung durch islamische Netzwerke und dem Einfluss des Internets und der sozialen Medien. Der Referent vermittelte dabei Wissen über Begrifflichkeiten wie Islamismus, Salafismus, Neo-Salafismus, Jihadismus etc. und Faktoren der Radikalisierung von Jugendlichen.


Eine lebhafte Diskussion zu konkreten Fragen aus dem Alltag mit teilweise sehr kontroversiellen Meinungen nahm so viel Raum ein, dass die vorgesehene Gruppenarbeit der Zeit zum Opfer fiel.

 

Resümee einzelner TeilnehmerInnen:

 

icon teilnehmerIch bin für dieses Thema sensibilisiert worden.

 

icon teilnehmerWar interessant in Bezug auf die theoretischen Informationen, aber auch, weil es in der Diskussion gegensätzliche Meinungen bzw. Standpunkte gab.

 

icon teilnehmerWar interessant und sehr intensiv.

 

icon teilnehmerInformationen über Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche waren sehr interessant.

 

icon teilnehmerReligion interessiert mich ganz besonders, weil ich oft in islamischen Ländern war und überall nette Menschen getroffen habe.

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