Die Arbeitsgruppe Migration des PVOÖ besuchte mit zahlreichen Teilnehmern den jüdischen Friedhof und die Synagoge. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Linz eine kleine jüdische Gemeinde. Die Synagoge wurde im November 1938 im Zuge der Reichspogromnacht (Judenverfolgung) zerstört.

 

Nach dem Naziterror und dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau bzw. der Neubau der Synagoge. 1968 wurde die neue Synagoge eingeweiht und ist seither das Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde.

 

Drin Charlotte Herman, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz gewähr te uns einen interessanten Einblick in den jüdischen Glauben. Der Jüdische Friedhof befi ndet sich an der Rückseite des Barbara-Friedhofes, er ist nicht nur denkmalgeschützt, sondern auch versperrt. Prof. Dr. Helmut Fiereder erklärte uns bei einem Rundgang die Unterschiede zum christlichen Friedhof. So gibt es auf den Gräbern keinen Blumenschmuck um Verunreinigung des Leichnams zu vermeiden, die Grabsteine tragen auf beiden Seiten Inschriften. Auf der einen Seite hebräisch und auf der anderen deutsch. Die Gräber werden nie aufgegeben oder eingeebnet. Männer, auch Nichtjuden, sind verpfl ichten einen Hut oder eine Kippa zu tragen. Am Sabbat (Samstag) finden keine Begränisse statt, noch ist der Friedhofsbesuch erlaubt.

 

Wir haben bei diesem Besuch viel über den jüdischen Glauben gehört und gingen sehr nachdenklich nach Hause.

 

juedischen friedhof 770

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